Nach Förderstopp für E-Autos: Händler und Kunden aus der Region sind entsetzt
18. Dezember 2023, SÜDKURIER
Im SÜDKURIER-Artikel „Nach Förderstopp für E-Autos: Händler und Kunden aus der Region sind entsetzt“ vom 18.12.2023 geht es um die Folgen des abrupten Endes der staatlichen E-Auto-Kaufprämie („Umweltbonus“) durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: Seit Ablauf des 17. Dezember können keine neuen Anträge mehr gestellt werden. Das trifft vor allem Käufer, die ihr E-Auto zwar schon bestellt, aber noch nicht zugelassen hatten – sie verlieren teils mehrere tausend Euro Förderung und Händler berichten von Verunsicherung, Ärger und kurzfristigem Krisenmanagement.
Georg Frohm, Geschäftsführer von Autohaus Waser und Automarkt2000 in Waldshut-Tiengen, kritisiert den Förderstopp als überrumpelnd: „Wir wurden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt er. Besonders deutlich wird das an den praktischen Folgen im Betrieb: Der Förderstopp habe ihm ein „langes Wochenende“ beschert, weil er mit einem dreiköpfigen Team den gesamten Sonntag Förderanträge für Kunden mit bereits vorhandener Zulassung gestellt habe – „Wenigstens sie haben die Prämie noch erhalten“.
Für sein Autohaus sieht Frohm keinen direkten finanziellen Schaden, weil Kunden nach Bestellung nicht einfach zurücktreten könnten; tatsächlich habe auch kein Kunde eine Rückabwicklung gefordert. Entscheidend sei aus seiner Sicht, dass sein Unternehmen von Anfang an transparent kommuniziert habe: Die Verträge seien bewusst unter der Prämisse geschlossen worden, dass niemand wisse, wie lange es die Förderung noch gibt. Den Kunden sei klar gesagt worden, dass sie am Ende möglicherweise gar nichts mehr bekommen.
Gleichzeitig ordnet Frohm die soziale Dimension nüchtern ein: Er glaube nicht, dass seine Kundschaft zwingend auf die Prämie angewiesen sei – und ergänzt ausdrücklich, „es sind nicht die ärmsten Leute, die sich ein E-Auto kaufen“. Damit setzt er einen Kontrapunkt zu Stimmen im Artikel, die den Förderstopp vor allem als unfair gegenüber „Mitmachenden“ und als Vertrauensbruch der Politik bewerten.